von Stephan Nauroth
Ende Februar fand im Vereinsheim des SG Trautskirchen ein Böllerlehrgang für Hand-, Schaft- und Standböller sowie Kanonen statt. Die angehenden Böllerschützen hatten sich eingefunden, um unter der kompetenten Leitung von Tobias Elsesser die notwendige Fachkunde im Umgang mit den Böllergeräten zu erlernen.
Zunächst wurden die rechtlichen Aspekte des Böllerschießens erläutert, bevor der eigentliche Schwerpunkt, die sichere Handhabung des Geräts, in den Mittelpunkt rückte. Dabei wurden mögliches Fehlverhalten und vermeidbare Fehlfunktionen durchaus bildhaft mit Beispielen aus der Vergangenheit untermalt. Beherrschte am ersten Tag noch die graue Theorie den Lehrgang, so ging es am zweiten Tag mit der theoretischen und praktischen Prüfung ans Eingemachte. Bei der Handhabung der Böller war Sicherheit das oberste Gebot. Bei herrlichem Wetter hallte Schuss um Schuss aus Hand- und Schaftböllern durch das Zenntall, und Nebelschwaden aus Pulverdampf schwebten über dem Trautskirchener Badeweiher.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete unzweifelhaft der Einsatz der vereinseigenen 75-Millimeter-Kanone, die fachkundig von den Vereinsmitgliedern Norbert Meschter und Willi Zeilinger gehandhabt wurde. Gegen den nun folgenden, gewaltigen Donnerknall nahmen sich die Böllerschüsse der zuvor abgefeuerten Handböller handzahm aus. Mit diesem Höhepunkt endete der sechste Böllerlehrgang in Trautskirchen. Alle Teilnehmer haben den Kurs bestanden, und im beschaulichen Zenntal ist wieder Ruhe eingekehrt, zumindest bis zum nächsten Böllerschützenkurs.

Veröffentlichung in der Bayerischen Schützenzeitung
Der Artikel unseres Vereinsmitglieds Stephan Nauroth wurde in der Bayerischen Schützenzeitung (Ausgabe Mai 2024, Seite 55) veröffentlicht.
