Einmal im Jahr treffen sich die Mittelfränkischen Böllerschützen zu einer Tagung. Die 11. Bezirkstagung fand heuer im Schützenhaus in Trautskirchen statt. Schützenmeister Kurt Endreß freute sich sehr die vielen Böllerschützen aus ganz Mittelfranken sowie Vertreter des Schützengaus Neustadt/Aisch – Bad Windsheim begrüßen zu dürfen und stellte die Schützengesellschaft Trautskirchen sowie das Schützenhaus vor. Außerdem berichtete der Schützenmeister den Anwesenden, dass die Schützengesellschaft im vergangenen Jahr das 150 jährige Bestehen feiern konnte.
Auch Bürgermeister Friedrich Pickel begrüßte die Böllerschützen auf das Herzlichste. In einer kurzen Ansprache informierte der Bürgermeister über die Gemeinde Trautskirchen und lobte das Engagement der Schützengesellschaft.
Den genauen Ablauf des nachfolgenden Übungsschießens, gab der Böllerschützenreferent der Schützengesellschaft Trautskirchen Willi Zeilinger bekannt. Er erklärte genau die Reihenfolge der verschiedenen Schüsse und die Kommandos die er geben werde, denn im Vordergrund stehe stets die Sicherheit aller Beteiligter und der Zuschauer. In einem Halbkreis stellten sich die 44 Böllerschützen und -schützinnen auf der Wiese hinter dem Schützenhaus auf und boten ein tolles Spektakel, welches weit hin zu hören war. Geschossen wurden insgesamt sechs Schuss, wie eine langsame Reihe, eine schnell Reihe, ein Doppelschuss und zum Abschluss einen Salut.
Nach dem Übungsschießen gab es noch ein gemütliches Beisammen-sein im Schützenhaus sowie einen interessanten Vortrag von Dr. Müller über die Trachten und Hüte der Böllerschützen.
71 Teilnehmer der Vereine SG Rügland, SSV Egenhausen, SV Unternbibert, SG Trautskirchen und SV Virnsberg nahmen beim Sebastiansschießen in Trautskirchen teil. Zu Ehren des Schutzpatrons der Schützen, dem Heiligen Sebastian, veranstaltet die SG Trautskirchen jährlich am Samstag zum Namenstag des Patrons das Sebastiansschießen. Heuer fiel das Schießen auf den 19. Januar.
Ohne Ausrüstung und mit Vereinsgewehren beziehungsweise – pistolen der Trautskirchener stehen 5 Schuss auf die Glücksscheibe und ein Schuss auf die Sebastiansscheibe aus. Der beste Teiler der jeweiligen Disziplin wird prämiert.
Der SV Virnsberg war mit einer guten Zahl an Schützen vertreten, konnte aber wie in den Jahren zuvor keine der Disziplinen gewinnen. So ging, wie auch im letzten Jahr, die Sebastiansscheibe an einen Schützen des SSV Egenhausen. Karl-Heinz Eberlein gab mit einem 169 Teiler den besten Schuss ab. Beste Virnsbergerin war hier Irene Eisemann, die mit 258 Teilern auf den 4. Platz kam. Die Glücksscheibe wurde ebenso an einen Schützen des SSV Egenhausen übergeben. Hier setzte Günter Bauerreiß mit einem 12 Teiler den ohne Zweifel besten Schuss.
Die Trautskirchener hatten für ihre Gäste wieder jede Menge Leberkas mit Kartoffelsalat vorbereitet und hatten an diesem Abend ein gut gefülltes Schützenhaus.
Schützenmeister Kurt Endreß übergibt Karl-Heinz Eberlein die Schnitzfigur des heiligen Sebastians und eine Urkunde, Quelle: SV Virnsberg
Heiliger Sebastian
1. Karl-Heinz Eberlein Egenhausen 169 Teiler 2. Hermann Müller Rügland 216 Teiler 3. Elisabeth Hecht Trautskirchen 227 Teiler
Bei der Hauptversammlung der Schützengesellschaft Trautskirchen ging Schützenmeister Kurt Endreß nochmals auf das abgelaufene Jahr ein, dessen Höhepunkte das 150-jährige Jubiläum mit Gauschießen und die Teilnahme am Oktoberfestumzug in München waren.
Im April fand das 52. Gauschießen des Schützengaus Neustadt in Trautskirchen statt, an dem sich insgesamt 559 Schützen beteiligten. Geschossen wurde an 16 Tagen, an denen 50 Helfer dafür sorgten, dass alles problemlos und unfallfrei ablaufen konnte. Danach standen die Vorbereitungen für das Jubiläum an. Die 150-Jahr-Feier wurde im Juni abgehalten mit Festkommers, Musikabend, Festgottesdienst und anschließendem Festzug zum Schützenhaus. Am Nachmittag gab es dann dort die Preisverteilung des Gauschießens. Die Jubiläumsscheibe wurde von Ehrenschützenmeister Hans Scheuber gespendet.
Wie Schützenmeister Endreß weiter berichtete, wurde das Schützenhaus gerne auch von anderen Vereinen und Gruppen für Veranstaltungen genutzt. Aber auch die Schützen haben an Veranstaltungen anderer Vereine teilgenommen. An der Kirchweih wurde beim Kirchweihschießen auch die Kirchweihscheibe, gespendet von Hans Hufnagel, ausgeschossen.
Ende September waren die Trautskirchener Schützen mit 26 Personen in der neuen Fränkischen Tracht beim Oktoberfestumzug in München dabei. Die Teilnahme an diesem Großereignis sei nicht nur ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr gewesen, so Schützenmeister Kurt Endreß, sondern habe alle auch ungemein beeindruckt.
Mit dabei waren die Schützen am Volkstrauertag, wo sie am Gottesdienst und an der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal teilnahmen. Anfang Dezember war man zu Gast beim SV Unternbibert, wo das Schwein, das der Verein als Preis für die Meistbeteiligung beim Jubiläumsschießen gewonnen hatte, geschlachtet und verzehrt wurde. Natürlich standen die Schützen auch mit ihrem Stand wieder am Weihnachtsmarkt und während des gesamten Jahres wurden die „runden“ Geburtstagskinder besucht und ihnen Geschenke überbracht.
Auch das kommende Jahr 2013 wird wieder ereignisreich. In seiner Vorausschau wies Kurt Endreß darauf hin, dass bereits am kommenden Samstag, 19. Januar, das Sebastianschießen stattfindet (Beginn ist um 19 Uhr). Am Sonntag steht dann der gemeinsame Kirchgang an. Am 27. Januar findet die Gauversammlung des Schützengaus Neustadt im Trautskirchner Schützenhaus statt, zu der rund 120 Schützen erwartet werden (Beginn ist um 14 Uhr). Weiter findet das 10. Mittelfränkische Böllerschützentreffen am 3. Mai in Trautskirchen statt. Hier sollen etwa 80 Böllerschützen mit dabei sein und dabei wird es „sehr laut werden“, betonte der Schützenmeister bereits jetzt vorsorglich. Darüber hinaus stehen noch Königsschießen und Kirchweihschießen an. Neu einführen möchte man, dass an Freitagen ein fester Bewirtungsplan erstellt wird, damit gewährleistet ist, dass auch bei Auswärtswettkämpfen das Schießhaus geöffnet ist und die Schützen versorgt werden.
Bürgermeister Friedrich Pickel gratulierte den Schützen nachträglich nochmals zu ihrem gelungenen Fest zum 150-jährigen Gründungsjubiläum. Pfarrer Dr. Hermann Ruttmann fand es besonders schön, dass die Schützen ihr Jubiläum auch mit einem Gottesdienst in der Kirche gefeiert haben. Der Geistliche betonte auch, dass man im Hinblick auf die vielen Meldungen wegen Schusswaffen trennen müsste zwischen dem, was in den USA geschehe und was hier bei den Sportschützen. Das stehe in gar keinem Verhältnis und man müsse sich da „auch nicht alles bieten lassen, was den Politikern einfällt“. Gönner Franz Stegner freute sich in seinem Grußwort, dass der Trautskirchner Schützenverein intakt sei, was auch der Gemeinde zugutekomme, denn ohne Vereine sei eine Kommune „tot“. Und so griff Stegner zur Brusttasche und überreichte einen 500-Euro-Scheck als finanzielle Unterstützung. Geehrt für 15 Jahre Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft wurden Jens Volkert sowie Markus und Tobias Sieper.
Willi Zeilinger berichtete über die Aktionen der Böllerschützengruppe. Es wurden etliche Veranstaltungen besucht. Weiter wies Zeilinger darauf hin, dass am 10. Februar ein Geburtstagsschießen abgehalten wird (Beginn etwa 11.30 Uhr), bei dem es etwas lauter werden wird. Am 19. Februar will man sich im Schützenhaus treffen, um Termine abzusprechen.
Weiter folgten die Berichte aus den anderen Abteilungen mit dem Verlesen der sportlichen Erfolge der einzelnen Mitglieder bei den jeweiligen Wettbewerben auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Beschlossen wurde von der Versammlung, die Mitgliedsbeiträge zu belassen wie bisher. Abschließend dankte Schützenmeister Kurt Endreß allen Helfern, Unterstützern, Aktiven, Spartenleitern, Spendern und Gönnern für ihr Engagement und ihren Einsatz für den Verein und die Mitglieder – sei es bei Arbeitseinsätzen, durch Sach- und Geldspenden, denn ohne ideelle und materielle Unterstützung wäre manches nicht möglich.
Bericht aus der Fränkischen Landeszeitung von Gudrun Schwarz-Köhler
186 Personen hatten sich beim Kirchweihschießen der Schützengesellschaft Trautskirchen beteiligt. Zwar einige weniger als im Vorjahr aber im Allgemeinen war Schützenmeister Kurt Endress mit dem Ergebnis zufrieden. Bedauert wurde allerdings, dass sich nur wenige Teilnehmer und Schützenfreunde zur Preisverteilung mit Presssackessen im Schützenheim eingefunden hatten.
Bei der Preisverteilung gratulierte Schützenmeister Kurt Endreß den Siegern und vor allem auch den Jugendlichen. Alle 15 Jungen und Mädchen erhielten einen Preis. Die ersten Preisträger auf der Jugendscheibe waren Lea Rückert, Tim Kaufmann, Jan Loskamp, Leonie Endreß und Nils Loskamp. Die Nase vorn auf der Festjugendscheibe hatte Niklas Böhm vor Lea Rückert und Luca Prechtel.
Die weiteren Scheibengewinner: Die von Hans Hufnagel gespendete Kirchweihscheibe sicherte sich Walter Metzger vor Monika Ströbel und Hans Stürzenhofecker. Sieger auf der Pokalscheibe wurde Joachim Ketzko vor Melanie Ströbel und Fabian Fichtenkamp. Den ersten Platz auf der Festscheibe sicherte sich Robert Busch vor Christine Mauser und Peter Wellhöfer. Für zünftige musikalische Umrahmung der Preisverteilung, die manche auch zum Tanzen animierte, sorgten vier Musiker des früheren „Zenntal-Quintetts“ als „Bigband“.
Die Ergebnisse des diesjährigen Kirchweihschießens:
Kirchweihscheibe
1 Metzger Walter 300,0 Teiler 2 Ströbel Monika 402,0 Teiler 3 Stürzenhofecker Hans 410,0 Teiler 4 Böhm Armin 461,0 Teiler 5 Knapp Renate 477,0 Teiler 6 Kummer Jürgen 542,0 Teiler 7 Fichtelmann Peter 546,0 Teiler 8 Nagler Gerhard 620,0 Teiler 9 Rückert Manuel 655,0 Teiler 10 Fichtelmann Friedrich 679,0 Teiler
Festscheibe
1 Busch Robert 69,0 Teiler 2 Mauser Christine 100,0 Teiler 3 Wellhöfer Peter 131,0 Teiler 4 Stürzenhofecker Friedrich 132,0 Teiler 5 Kaufmann Reiner 145,0 Teiler 6 Schwemmer Hans 173,0 Teiler 7 Schirmer Kurt 203,0 Teiler 8 Lang Georg 217,0 Teiler 9 Rückert Rainer 245,0 Teiler 10 Stürzenhofecker Armin 254,0 Teiler
Pokalscheibe
1 Ketzko Joachim 112,0 Teiler 2 Ströbel Melanie 114,0 Teiler 3 Fichtenkamm Fabian 154,0 Teiler 4 Büttner Wolfgang 157,0 Teiler 5 Rückert Manuel 184,0 Teiler 6 Mauser Axel 247,0 Teiler 7 Reindler Simone 251,0 Teiler 8 Stöhr Julia 282,0 Teiler 9 Stürzenhofecker Friedrich 303,0 Teiler 10 Schönknecht Manfred 345,0 Teiler
Der Schützenverein Trautskirchen hat es sich zur Tradition gemacht, auf der jährlichen Kirchweihscheibe ein örtliches Unternehmen zu dokumentieren. Dieses Jahr ist die Firma Hufnagel im Ortsteil Buch Sponsor. Die Kfz-Werkstatt für Auto und Landmaschinen und speziell auch für Oldtimer Autos und Oldtimer Schlepper führt zurzeit Johann Hufnagel bereits in der dritten Generation und Sohn Matthias, der bei Schützenmeister Kurt Endreß seine Lehre gemacht hat, wird den Familienbetrieb weiterführen. Mit 23 Jahren hat er kürzlich erst seine Meisterprüfung bestanden. Der Opa hatte die kleine Werkstatt im Ortskern. Seit 2001 allerdings ist die Firma umgezogen in einen großzügigen Neubau am Ortseingang von Trautskirchen her. Dieser ist nun auf der Scheibe verewigt als Gemälde von Uli Zitzler aus Obernzenn.
Die Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen und Umgebung bedankt sich herzlich für die Spenden und die Unterstützung anlässlich des 150 jährigen Vereinsjubiläums.
Spenden geladener Vereine
FCN „Glubb“ Club Trautskirchen
CSU Ortsverband Trautskirchen
Fischereiverein Trautskirchen
Gemeinde Trautskirchen, 1. Bürgermeister Friedrich Pickel
Heimatverein Trautskirchen
Jägerschaft Südkreis
Reitclub Trautskirchen
Reservistenkameradschaft Wilhermsdorf
Schützengesellschaft Neuhof/Zenn
Soldaten- u. Reservistenkameradschaft Trautskirchen
SPD Ortsverband Trautskirchen
Sport Club Trautskirchen
VdK Trautskirchen
Wir möchten uns an dieser Stelle auch bei allen geladenen Orts- und Schützenvereinen für die Teilnahme am Festgottesdiesnst und am Auszug zum Schützenhaus bedanken. Herzlichen Dank auch an alle freiwilligen Helfer, an die Freiwillige Feuerwehr Trautskirchen für die Sicherung des Weges zum Schützenhaus und an die Böllerschützen Neuhof für den würdigen und lautstarken Empfang am Festzelt.
Ein besonderer Dank gilt unserem Pfarrer Dr. Hermann Ruttmann, dem Posaunenchor sowie dem MGV gemischter Chor Trautskirchen für die Gestaltung des Festgottesdienstes.
„1862 trafen sich eine Handvoll Männer in der Beckschen Wirtschaft (heute Krönert) und gründeten die Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen und Umgebung“
Dies berichtete Schützenmeister Kurt Endreß beim Festkommers zum jetzigen 150. Gründungsjubiläum. Damit ist die Schützengesellschaft der älteste Verein in Trautskirchen.
Bei der Vereinsgründung waren unter anderem auch Tugenden festgelegt worden wie „Festhalten an Ehrenhaftigkeit, Erweisung brüderlicher Liebe und Freundschaft der Mitglieder, geselliges Vergnügen“. Die Aufnahmegebühr betrug eine Mark und pro Monat mussten 20 Pfennig Beitrag entrichtet werden. Geschossen wurde damals im „Schenkschen Kellter“, der heute besser bekannt ist als „Kellersbuck“. Dort hat sich an schönen Sommersonntagen „die ganze Trautskirchner Bevölkerung zum Familiennachmittag mit Schießen, Kegeln und zur Unterhaltung getroffen“. So steht es in den Vereinsaufzeichnungen, erläuterte der Schützenmeister. Höhepunkt des Schützenjahres sei der Kirchweihdienstag gewesen mit Schützenauszug zum „Kellersbuck“ und großem Preisschießen, an dem das ganze Dorf teilgenommen hat.
Auf Initiative seines Vorgängers Hans Knapp sei 1999 diese alte Tradition, am Kirchweihdienstag bei den Schützen zu feiern, wiederbelebt worden, erinnerte Kurt Endreß. Mittlerweile wäre das Kleinkaliberschießen für die ganze Bevölkerung eine feste Größe im Kirchweihgeschehen und auch das Pressackessen zur Preisverteilung am Kirchweihdienstag.
Zum Erliegen kam das sportliche und gesellige Vereinsleben während der beiden Weltkriege auch in Trautskirchen doch laut Protokoll fanden sowohl am 17. Juni 1921 als auch am 6. Mai 1953 Versammlungen statt, um den Verein wieder aufleben zu lassen. Hans Wick, letzter Vereinsvorstand vor dem 2. Weltkrieg, habe die Vereinsfahne in seien Obhut genommen und damit vor Zerstörung bewahrt. In den 60er Jahren durchlebte der Verein nach den Worten von Kurt Endreß eine gewisse Durststrecke und erst 1972, als Hans Scheuber das Amt des Schützenmeisters übernahm, ging es wieder bergauf. Scheuber, der inzwischen zum Ehrenschützenmeister ernannt wurde, hat zum 150-jährigen Gründungsfest die Jubiläumsscheibe gespendet mit dem Motiv der alten Fahne aus dem Jahr 1862.
Mittlerweile hat sich der Verein etabliert. 1992 wurde mit dem Bau des neuen Schützenhauses begonnen, im Oktober 1993 wurde Richtfest gefeiert und im Januar 1997 wurde bereits die erste Hauptversammlung im neuen Heim abgehalten. Die offizielle Einweihung fand im Juni 1999 statt.
2003 beschloss man, eine neue Fahne anzuschaffen, nachdem die alte „in die Jahre“ gekommen war. Mit einem Fest wurde diese geweiht. 2010 wurde der Verein um eine Böllergruppe erweitert. Der Verein sei „gut aufgestellt mit der Ausstattung im Schützenhaus“, so Endreß. Und mit Jugendleiter Reiner Rückert und Jugendtrainer Thomas Gleißner habe man auch gute Männer für die Jugendarbeit im Team. Doch es gestalte sich immer schwieriger Jugendliche für den Schießsport und das Vereinsleben mit den dazugehörigen Pflichten zu gewinnen.
Zum Fest haben sich die Mitglieder der Schützengesellschaft für die Anschaffung einer neuen Vereinstracht entschlossen und die Wahl fiel auf die „Fränkische Tracht“. Inzwischen haben sich 32 Damen und Herren diese maßschneidern lassen und privat bezahlt.
Schirmherr Landrat Walter Schneider übergibt ein Fahnenband
Erster Grußredner war Schirmherr Landrat Walter Schneider, der betonte, dass es nicht einfach gewesen war nach 1945 den Schießsport auszuüben. Dank gebühre hier den Leuten, die sich eingesetzt haben, die Tradition zu erhalten. Wenn irgendwo jemand mit Waffen „etwas angerichtet hat“ hätten dadurch oft die Schützenvereine leiden müssen, doch die Schützen in den Vereine wären „sehr diszipliniert und da gebe es nichts negatives“, so der Landrat. Hier gelte es den Wert zu erkennen, gemeinsam unterwegs zu sein und am Schießstand gemeinsam sportliche Erfolge zu erzielen.
Klaus Scheiderer überbrachte die Grüße des Schützengaus Neustadt und des Bezirks Mittelfranken und stellte fest, dass die Schützengesellschaft allen Platz biete für sportliche Erfolge und für gesellschaftliches Zusammensein. Der stellvertretende Gauschützenmeister appellierte an alle, ein Gewehr als Sportgerät anzusehen so wie einen Fußball und nicht als Waffe „für eine wilde Ballerei“. Bürgermeister Friedrich Pickel erinnerte daran, dass man früher bei Schießwettbewerben „den Vogel abschießen“ musste. Heute als Bürgermeister käme man sich auch manchmal so vor, als wäre man ein Vogel, der abgeschossen werden soll. Da müsse man ebenso wie beim Schießen beweglich, ideenreich und ausdauernd zu sein – um einmal als Bürgermeister das Beste für die Gemeinde oder als Schütze im Verein das Beste zu erreichen. Und bei beidem sei man nur erfolgreiche, „wenn ins Schwarze getroffen wird“. Die Schützengesellschaft Trautskirchen habe sich zu einer Vereinigung entwickelt, die sich der Gesellschaft aber auch der Tradition verpflichtet hat und dem Bezug zur Heimat.
Staatssekretär Christian Schmidt griff den Vergleich des Bürgermeisters auf und versicherte, dass die Trautskirchner Schützen anscheinend wissen „auf wen oder was sie schießen, denn der Bürgermeister sieht sehr unversehrt aus“. Das Schützenwesen stamme noch aus einer Zeit, so Schmidt, wo sich die Leute schützen mussten, erst mit der Zeit habe sich daraus ein Sport entwickelt. Und in den Vereinen sei besonders beim Schießsport Charakterbildung erforderlich und dass man sich an Beschlüsse und Vorgaben halte, um gemeinsam Ziele zu erreichen.
Zurückgerechnet hatte Pfarrer Hermann Ruttmann, denn es müsste jetzt eigentlich die achte Generation Schützen sein seit der Gründung 1862, so der Geistliche. Ruttmann wünschte den Schützen ein Fest, das sich aus der Fülle der Feste herausheben und den Alltag etwas beleuchten soll. Dem schloss sich Sponsor und Gönner Franz Stegner an, der spontan 1000 Euro aus der Stechert-Stegner-Stiftung als Festgeschenk überreichte. Dem „Griff zur Brusttasche“ mit der Übergabe eines Kuverts schlossen sich noch etliche Vertreter von Banken und Vereinen an.
Am Samstag, 16. Juni, findet am 20 Uhr ein Jubiläumsball mit den „Nachtgiegern“ im Festzelt am Schützenhaus statt. Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst in der St. Laurentiuskirche. Beginn ist um 9.30 Uhr. Anschließend geht es gemeinsam zum Schützenhaus. Ab 15.30 Uhr werden die Gaukönige proklamiert und die Preise für das Jubiläumsschießen ausgegeben.
Musikalisch umrahmt wurde der Kommersabend vom Posaunenchor und Helmut Stadlinger.
Bericht aus der Fränkischen Landeszeitung von Gudrun Schwarz-Köhler
Die Schützengesellschaft Trautskirchen proklamierte ihre neuen Schützenkönige, die im Jubiläumsjahr den Verein bei allen Veranstaltungen begleiten werden. Insgesamt beteiligten sich 34 Herren, 11 Damen und sieben Jugendliche am Wettbewerb. Der Proklamationsabend wurde von den Schützen der Böllerabteilung eröffnet. Anschließend wurden die neuen Majestäten in ihr Amt eingeführt.
Schützenmeister Kurt Endreß durfte die Königskette dem neuen Schützenkönig Hans Stürzenhofecker ebenso umhängen wie Damenkönigin Elisabeth Hecht und Jugendkönig Andreas Lorenz. Begleitet wird der Schützenkönig von den Rittern Gerhard Hecht und Andreas Eder, die Damenkönigin von 1. Ritter Christa Mauser und 2. Ritter Lisa Böhm und der Jugendkönig von 1. Ritter Leonie Endreß und 2. Ritter Manuel Rückert. Bei den Herren siegte Gerhard Hecht auf der Glücksscheibe vor Norbert Lang und Werner Ströbel, bei den Damen wurde Renate Knapp Erste vor Elisabeth Hecht und Monika Ströbel und bei der Jugend-Glückscheibe sicherte sich Robert Vestner den 1. Platz vor Andreas Lorenz und Veronika Anderlik.Nach der Proklamation lud der neue Schützenkönig die Anwesenden zum Büffet mit vielen Leckereien und Getränken ein.
Schützenmeister Kurt Endreß mit Elisabeth Hecht, Hans Stürzenhofecker und Andreas Lorenz
Sowohl Schützenkönig Hans Stürzenhofecker als auch die Damenkönigin und der Jugendkönig werden im Jubiläumsjahr viele Aufgaben mittragen. Nicht nur Umzug und Feste anderer Vereine stehen auf dem Programm, sondern natürlich auch die eigene 150. Geburtstagsfeier, die mit dem 52. Gauschießen des Schützengaus Neustadt vom 13. bis 29. April startet. Das Festwochenende findet im Juni statt. Am 9. Juni laden die Trautskirchner ein zum Festkommers im Schützenhaus. Am Samstag, 16. Juni gibt es ab 20 Uhr einen Jubiläumsball mit den „Nachtgiegern“ im Festzelt neben dem Schützenheim und am Sonntag (17. Juni) gehen alle um 9.30 Uhr zum Festgottesdienst in die St. Laurentiuskirche. Nach dem Gottesdienst ziehen die Schützen gemeinsam zum Schützenhaus. Am Nachmittag findet ab 15.30 Uhr die Preisverteilung des Jubiläumsschießens statt sowie die Proklamation der Gauschützenkönige.
Gruppenfoto der SG Trautskirchen in neuer Tracht
Für das Jubiläum haben sich die Mitglieder der Schützengesellschaft Trautskirchen extra eine neue Tracht angeschafft. Zwischen 500 und 1000 Euro ließen es sich die Damen und Herren kosten, zum Fest mit der neuen Fränkischen Tracht anzutreten. Bereits zur Hauptversammlung 2011 hatte Schützenmeister Kurt Endreß die Tracht vorgestellt. Doch nun hat es über ein Jahr gedauert bis alles angemessen, angepasst und gefertigt war. Dabei handelt es sich bei den Damen um Röcke, Blusen, Westen, Jacke und Kopfbedeckung und bei den Herren ebenfalls um Westen, Hosen, Jacken und Dreispitzhut. Hinzu kamen beispielsweise noch bei den Böllerschützen Kniebundhosen, Strümpfe und für alle natürlich noch die passenden Schuhe. Mit diesem neuen Outfit werden die Trautskirchner Schützen dieses Jahr mit dabei sein beim Oktoberfestumzug in München.
Spender der Geld- und Sachpreise für das Jubiläums- und Gauschießen 2012
Auerochs Schützenkönigsketten, Dietenhofen
Auerochs, Transportbeton, Dietenhofen
Badberger, Gastwirtschaft, Unteraltenbernheim
BayWa, Bad Windsheim
Berger, Schreinerei, Obernzenn
Bistro „Die Kleine Seehexe“, Obernzenn
Brack-Meinl, Arzt, Trautskirchen
Brand, Böllerbau, Obererlbach
Buske, Kosmetikstudio, Trautskirchen
Claudia´s Fahrschule, Trautskirchen
Denzler, Karl-Heinz, Obernzenn
Dr. Klaus, Zahnarzt, Trautskirchen
Eder, Zimmerei, Unternbibert
Endreß, Baggerbetrieb, Dagenbach
Engelhardt & Geißbauer, Zimmerei, Schwebheim
Engelhardt, Bestattugsinstitut, Markt Erlbach
Farben Spiegel, Neustadt/Aisch
Farnbacher, Autohaus, Ansbach
Ferber, Baugeschäft, Obernzenn
Fichtelmann, Hufschmied, Trautskirchen
Gela´s Nähstübchen, Dagenbach
Grünbaum, Automobile, Neuhof/Zenn
Hecht, Physiotherapie, Trautskirchen
Herpa, Miniaturmodelle, Dietenhofen
Hoffmann, Schreinerei, Unteraltenbernheim
Höfler, Gartengestaltung, Trautskirchen
Höfler, Uhrmachermeister, Neustadt/Aisch
Hufnagel, Kfz Werkstatt, Buch
Hufnagel, Landtechnik, Oberfeldbrecht
Hufnagel, Melk und Kühltechnik, Oberfeldbrecht
Hülf, Heizungsbau, Unteraltenbernheim
Hülf, Metzgerei, Unteraltenbernheim
Jagdpächter, Trautskirchen-Dagenbach
Kallert, Mineralölgroßhandel, Wilhermsdorf
Kemler, Werkzeugbau, Trautskirchen
Kempf, Fliesen, Dietersheim
Kenner, Mineralölhandel, Großhabersdorf
Kilian, Stuckateur- und Malerbetrieb, Vestenbergsgreuth
Kirchberger, Gasthaus, Merzbach
Kloha, Gastwirtschaft, Hechelbach
Knapp, Metzgerei, Trautskirchen
Kössinger, Fahnenstickerei, Schierling
Kraftwerk Fitnessstudio, Kappersberg
Krone, Gasthaus, Unternbibert
Krönert, Landgasthof, Trautskirchen
Loscher, Brauerei, Münchsteinach
Mauser, Lebensmittel, Trautskirchen
Möhring, Weinbau, Linden
Müller Helmut, Hechelbach
Nagler, Versicherungen, Hohenroth
Rechter, Bezirksschornsteinfeger, Bad Windsheim
Reindler, Landwirt, Fröschendorf
Salon Ria, Friseursalon, Wilhermsdorf
Scheuber Hans, Ehrenschützenmeister, Buch
Scheuenpflug, Stuckateur, Trautskirchen
Scheuenstuhl, Autohaus, Neuhof/Zenn
Scheuenstuhl, Zimmerei, Unteraltenbernheim
Schmidt Christian (MdB), Staatssekretär
Schmidt, Buchhandlung, Neustadt/Aisch
Schneider Walter, Landrat
Schober, Montagebetrieb, Trautskirchen
Schöpf, Transporte, Obernzenn
Sparkasse, Trautskirchen
Stabilo, Bad Windsheim
Stechert, Stahlrohrmöbel, Trautskirchen
Stoll Hans, Altbürgermeister, Trautskirchen
Streb, Friseursalon, Markt Erlbach
Strittmatter, Hüttel u. Kollegen, Trautskirchen
Ströbel Jürgen (MdL), Daubersbach
Ströbel, Milchhof, Hohenroth
Treuheit, Blechwarenfabrik, Trautskirchen
Ußmüller, Baugeschäft, Obernzenn
Vestner, Landwirt, Trautskirchen
Vestner, Löwen-Apotheke, Markt Erlbach
VR-Bank, Trautskirchen
Wenzel, Hundebedarf, Stöckach
Wittmann, Gärtnerei, Markt Erlbach
Wust, Edeka Markt, Markt Erlbach
Zaremba, Elektro und Montagebetrieb, Trautskirchen
Zehnder, Autohaus, Trautskirchen
Die Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen und Umgebung bedankt sich herzlich für die gestifteten Geld- und Sachpreise anlässlich des Gauschießens 2012. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir ein erfolgreiches Preisschießen ausrichten.
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