Am 30. April wurden Hans Stürzenhofecker, Jana Kohler und Timo Meschter als neue Könige proklamiert.
Die Preisträger und Schützenmeister (v.l.n.r.): 1. Schützenmeister Kurt Endreß, Damenkönigin Jana Kohler, 2. Schützenmeister und Gau-Böllerreferent Norbert Meschter, Schützenkönig Hans Stürzenhofecker, Jugendkönig Timo Meschter
Schützenkönig
Schützenkönig Hans Stürzenhofecker 1. Ritter Andreas Eder 2. Ritter Matthias Stürzenhofecker
Damenkönigin
Damenkönigin Jana Kohler 1. Ritter Sarah Böhm 2. Ritter Luisa Ortner
Ende Februar fand im Vereinsheim des SG Trautskirchen ein Böllerlehrgang für Hand-, Schaft- und Standböller sowie Kanonen statt. Die angehenden Böllerschützen hatten sich eingefunden, um unter der kompetenten Leitung von Tobias Elsesser die notwendige Fachkunde im Umgang mit den Böllergeräten zu erlernen.
Zunächst wurden die rechtlichen Aspekte des Böllerschießens erläutert, bevor der eigentliche Schwerpunkt, die sichere Handhabung des Geräts, in den Mittelpunkt rückte. Dabei wurden mögliches Fehlverhalten und vermeidbare Fehlfunktionen durchaus bildhaft mit Beispielen aus der Vergangenheit untermalt. Beherrschte am ersten Tag noch die graue Theorie den Lehrgang, so ging es am zweiten Tag mit der theoretischen und praktischen Prüfung ans Eingemachte. Bei der Handhabung der Böller war Sicherheit das oberste Gebot. Bei herrlichem Wetter hallte Schuss um Schuss aus Hand- und Schaftböllern durch das Zenntall, und Nebelschwaden aus Pulverdampf schwebten über dem Trautskirchener Badeweiher.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete unzweifelhaft der Einsatz der vereinseigenen 75-Millimeter-Kanone, die fachkundig von den Vereinsmitgliedern Norbert Meschter und Willi Zeilinger gehandhabt wurde. Gegen den nun folgenden, gewaltigen Donnerknall nahmen sich die Böllerschüsse der zuvor abgefeuerten Handböller handzahm aus. Mit diesem Höhepunkt endete der sechste Böllerlehrgang in Trautskirchen. Alle Teilnehmer haben den Kurs bestanden, und im beschaulichen Zenntal ist wieder Ruhe eingekehrt, zumindest bis zum nächsten Böllerschützenkurs.
Veröffentlichung in der Bayerischen Schützenzeitung
Der Artikel unseres Vereinsmitglieds Stephan Nauroth wurde in der Bayerischen Schützenzeitung (Ausgabe Mai 2024, Seite 55) veröffentlicht.
Die Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen bietet allen Interessierten die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Böllerlehrgang (Hand-/Schaft-/Standböller und Kanone)
Ausbildungsort: Schützenhaus Trautskirchen
Teilnahmevoraussetzung: Mindestens 21 Jahre, Unbedenklichkeitsbescheinigung, welche nicht älter als ein Jahr ab Ausstellungsdatum sein darf.
Termine: Samstag, 24. Februar um 9:00 Uhr Montag, 26. Februar um 8:00 Uhr
Lehrgangsgebühr: 125.- Euro pro Teilnehmer zzgl. Prüfungsgebühr
Anmeldung: bis spätestens Montag, 5. Februar 2024, bei Tobias Elsesser unter 0160 8705944 oder per E-Mail an t.e-waffenschulungen@gmx.de
Rückfragen: bitte den 2. Schützenmeister, Norbert Meschter, ansprechen.
Teilnehmerzahl: der Lehrgang ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.
Am 30. August 2014 und am 01. September 2014 fand unter der Leitung von Herrn Karl-Heinz Kaiser und seinem Sohn Michael in Trautskirchen der 2. Böllerlehrgang statt.
Einmal im Jahr treffen sich die Mittelfränkischen Böllerschützen zu einer Tagung. Die 11. Bezirkstagung fand heuer im Schützenhaus in Trautskirchen statt. Schützenmeister Kurt Endreß freute sich sehr die vielen Böllerschützen aus ganz Mittelfranken sowie Vertreter des Schützengaus Neustadt/Aisch – Bad Windsheim begrüßen zu dürfen und stellte die Schützengesellschaft Trautskirchen sowie das Schützenhaus vor. Außerdem berichtete der Schützenmeister den Anwesenden, dass die Schützengesellschaft im vergangenen Jahr das 150 jährige Bestehen feiern konnte.
Auch Bürgermeister Friedrich Pickel begrüßte die Böllerschützen auf das Herzlichste. In einer kurzen Ansprache informierte der Bürgermeister über die Gemeinde Trautskirchen und lobte das Engagement der Schützengesellschaft.
Den genauen Ablauf des nachfolgenden Übungsschießens, gab der Böllerschützenreferent der Schützengesellschaft Trautskirchen Willi Zeilinger bekannt. Er erklärte genau die Reihenfolge der verschiedenen Schüsse und die Kommandos die er geben werde, denn im Vordergrund stehe stets die Sicherheit aller Beteiligter und der Zuschauer. In einem Halbkreis stellten sich die 44 Böllerschützen und -schützinnen auf der Wiese hinter dem Schützenhaus auf und boten ein tolles Spektakel, welches weit hin zu hören war. Geschossen wurden insgesamt sechs Schuss, wie eine langsame Reihe, eine schnell Reihe, ein Doppelschuss und zum Abschluss einen Salut.
Nach dem Übungsschießen gab es noch ein gemütliches Beisammen-sein im Schützenhaus sowie einen interessanten Vortrag von Dr. Müller über die Trachten und Hüte der Böllerschützen.
TRAUTSKIRCHEN (sz) – Das Bewahren von Brauchtum und Tradition liegt der Schützengesellschaft Trautskirchen seit Jahren am Herzen. Nun gründeten sie eine neue Unterabteilung und zwar eine Böllergruppe, die sich im November formierte. Zum Kommandanten wurde Willi Zeilinger gewählt. Doch bevor die Mitglieder auch „an die Böller durften“ mussten sie einen mehrtägigen Lehrgang mit Prüfung absolvieren, der vom ehemaligen Bezirksreferenten der Mittelfränkischen Böllerschützen Karl-Heinz Kaiser aus Großhabersdorf geleitet wurde.
Bei diesem Lehrgang hatte Kaiser die angehenden Böllerschützen darauf hingewiesen, dass sie nie die Achtung vor dem Medium Schwarzpulver verlieren sollen, denn dies sei eines der gefährlichsten Böllerpulver und gehe bei der geringsten Entzündung los. Schwierig werde es auch laut Kaiser, gute handgearbeitete Böller zu bekommen, denn es gebe immer weniger Wagner, die diesem Beruf nachgehen und Hand- und Schaftböller sowie Kanonen für diesen Schießsport herstellen. Doch bevor die Teilnehmer bei dem Lehrgang erst einmal eine Menge Fachkunde pauken konnten, mussten sie auch einigen Anforderungen entsprechen. So galt es körperlich und geistig gesund zu sein, zuverlässig im Sinne des Gesetzes, älter als 21 Jahre und darüber hinaus sollten sie das Bedürfnis haben, ihre Heimat, das Schützenwesen, das Brauchtum und die Tradition bewahren zu wollen. Außerdem müssen sie sich an einen Verein binden, sonst können sie den Böllerschießsport nicht ausüben.
Nach ausführlichen Erläuterungen und Vorträgen auch über die Gesetzesanforderungen und Auflagen des Gewerbeaufsichtsamtes, sowie praktischer Unterweisung an Stand- und Schaftböllern und einer kleinen Kanone mussten die Teilnehmer eine schriftliche Prüfung ablegen. Alle haben bestanden, worüber Karl-Heinz Kaiser sehr stolz war. Ausgestellt wurde ein Fachkundezeugnis, das dem Landratsamt vorgelegt werden muss, dass dann die Erlaubnis zum Böllerschießen ausstellt, mit dem die Schützen dann an Böllerschützentreffen teilnehmen oder auf Wunsch auch zu runden Geburtstagen, Hochzeiten, Beerdigungen, Jubiläen, an der Kirchweih, bei kirchlichen Festtagen oder Vereinsfesten mitwirken können. Um dann auch ein einheitliches Bild abzugeben, wollen sich die Mitglieder noch eine gemeinsame Tracht anschaffen. Wie Kaiser informierte, unterliegen Hand- und Schaftböller sowie Kanonen zwar dem Waffengesetz, sind aber keine Waffen, sondern „Geräte zur Schallerzeugung“ und entstanden aus Kriegsbräuchen und nicht aus Aberglauben zur Geistervertreibung.